Der Arbeitsmarkt für Jurist/in 2026
Ausgewertet aus 202 Stellenanzeigen, bundesweit · Gehaltsdaten: Entgeltatlas der BA
Juristinnen und Juristen gehören zu den gefragten akademischen Fachkräften auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Für den Berichtszeitraum Juni 2026 wurden 202 Stellenanzeigen ausgewertet, die ein breites Spektrum juristischer Tätigkeitsfelder abbilden.
Welche Skills der Markt verlangt
Die mit Abstand am häufigsten geforderte Qualifikation ist der Diplom-Jurist, der in 57 Prozent aller ausgewerteten Stellenanzeigen genannt wird (116 Nennungen). Das Volljuristinnen- und Volljuristenexamen folgt mit 35 Prozent (71 Nennungen) auf dem zweiten Platz und unterstreicht die Bedeutung des zweiten Staatsexamens für viele Positionen. Im Bereich der Rechtsspezialisierungen dominiert Arbeitsrecht mit 17 Prozent (34 Nennungen), gefolgt von Vertragsrecht mit 16 Prozent (32 Nennungen) und Einkaufsverhandlung mit 15 Prozent (30 Nennungen). Kanzleiverwaltung (9 Prozent, 19 Nennungen), Gesellschaftsrecht (9 Prozent, 18 Nennungen), Rechtswissenschaft (8 Prozent, 17 Nennungen) sowie Vergaberecht (7 Prozent, 14 Nennungen) runden das gefragte Qualifikationsprofil ab.
Für diesen Beruf sammeln wir noch Verlaufsdaten. Sobald genug Zeitreihen vorliegen, zeigen wir hier, welche Skills an Bedeutung gewinnen oder abnehmen.
Das mittlere Monatsgehalt für Juristinnen und Juristen liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei 6.480 Euro brutto, während das untere Viertel der Beschäftigten bis zu 4.829 Euro verdient. Diese Gehaltsspanne spiegelt die große Bandbreite juristischer Tätigkeitsfelder wider, von der Kanzleiarbeit bis hin zu Unternehmensjuristinnen und -juristen. Jobsuchende mit einschlägigen Qualifikationen wie Volljuristenexamen und Fachkenntnissen im Arbeits- oder Vertragsrecht finden in diesem Berufsbild solide Einkommenschancen.
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