Portfolio aufbauen, Arbeitsproben präsentieren und kreative Bewerbungen gestalten.
3 Expertenwissen-Antworten
3 Fragen
Brauche ich ein Portfolio für meine Bewerbung?
In kreativen, digitalen und technischen Berufen: ja, oft unverzichtbar. LinkedIn Skills on the Rise 2025 und LinkedIn Economic Graph zeigen: In IT, Design, Marketing und Content werden Arbeitsproben zunehmend wichtiger als Abschlüsse. Konkret: Software-Entwickler — GitHub-Portfolio mit kommentiertem Code. Designer — Behance oder eigene Website. Marketing — Fallstudien mit Ergebnissen (Screenshots, Kennzahlen). Journalist/Content — veröffentlichte Stücke. Cedefop: Portfolios sind besonders wichtig für Quereinsteiger die fehlende Berufserfahrung kompensieren. DSGVO-Hinweis: Wenn du in deinem Portfolio Kundendaten, -logos oder Kampagnenergebnisse zeigst — prüfe ob du die Genehmigung hast. Nicht in jedem Beruf sinnvoll: In Operations, Finance oder HR sind Arbeitsproben unüblich und oft durch NDA-Klauseln untersagt.
Wie erstelle ich ein überzeugendes Online-Portfolio?
Drei Formate je nach Beruf: (1) GitHub für Entwickler — öffentliche Repos mit README, kommentiertem Code und abgeschlossenen Projekten. Laut LinkedIn prüfen 80% der Tech-Recruiter GitHub-Profile. (2) Behance oder persönliche Website für Designer — fokussiert auf 5–8 Fallstudien mit Prozess, nicht nur Endresultat. (3) Fallstudien-Portfolio (Notion, PDF, Website) für Marketing, Consulting, PM — konkrete Ergebnisse mit Zahlen. Qualitätsregeln: Zeige Prozess und Denkweise, nicht nur Outputs. Konzentriere auf 3–5 starke Projekte statt 20 schwache. DSGVO: Kundendaten und -logos nur mit Genehmigung zeigen. Cedefop: Portfolios sind besonders für Quereinsteiger und Berufseinsteiger entscheidend um fehlende Berufserfahrung zu kompensieren.
Was ist ein Video-Lebenslauf und wann macht er Sinn?
Ein Video-Lebenslauf (Video CV) ist ein 1-3-minütiges Video in dem du dich und deine Kernkompetenzen vorstellst. Wann sinnvoll: Kreativberufe (Marketing, Design, Video/Film, Social Media), Vertrieb (demonstriert Überzeugungsstärke), Startups (Signalisiert Innovationsbereitschaft), internationale Bewerbungen (Englisch-sprachige Märkte). Wann problematisch: Öffentlicher Dienst (zu unkonventionell), konservative Branchen (Banking, Recht, Pharma), wenn Videoqualität nicht professionell ist. LinkedIn: Video-Profile haben 5x mehr Interaktionen als Text-only-Profile. Rechtliche Fragen: DSGVO — Videos mit erkennbaren Personen sind personenbezogene Daten. AGG: Video-CVs zeigen visuelle Merkmale (Alter, Herkunft, ggf. Behinderung) — in Deutschland daher seltener verlangt als in USA/UK, um Diskriminierungsrisiken für Arbeitgeber zu reduzieren. Technische Basics: Max. 1080p, ruhiger Hintergrund, gutes Mikrofon, 1-2 Minuten.
Willst du wissen wie gut dein CV zu deiner Zielrolle passt?
Prüfe deinen CV kostenlos oder hol dir eine Profi-Analyse.